15.5. Theater Husa na provázku  19:30 - 21:45
Andrej Bagar Theater

Die Ratten

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Autor: Gerhart Hauptmann
Übersetzung: Viera Juríčková
Regie: Roman Polák
Dramaturgie: Daniel Majling
Bühnenbild: Pavel Borák
Kostüme: Peter Čanecký
Musikauswahl: Lucia Chuťková

Länge der Vorstellung: 2 Stunden 15 Minuten

Besetzung:
Frau John: Kristína Turjanová
Herr John: Martin Nahálka
Bruno: Juraj Ďuriš
Herr Hassenreuter: Ivan Vojtek
Frau Hassenreuter: Eva Pavlíková
Walburga: Alena Pajtinková
Erich Spitta: Roman Poláčik
Pastor Spitta: Ján Greššo
Frau Knobbe: Daniela Kuffelová
Quaquaro: Peter Oszlík
Herr Schierke: Branislav Matuščin
Frau Kielback: Gabriela Dolná
Pawlina: Judit Bárdos
Selma: Eva Cibulková / Magdaléna Pacovská

Frau John, eine Frau Anfang dreißig, ist die Seele dieses Hauses. Ihr Mann arbeitet auswärts, den größten Teil verbringt sie in zermürbender Einsamkeit. Sehnlich wünscht sie sich ein Kind. Die Jahre verstreichen, und es scheint, Frau John werde nie jemanden haben, für den sie leben, den sie lieben, um den sie sich sorgen und für den sie sich aufopfern könnte. Mit einem Mal jedoch zeigt ihr das Schicksal ein freundlicheres Gesicht – eine junge Frau in größter Bedrängnis überlässt ihr ihr neugeborenes Kind. Endlich hat Frau John jemanden, für den sie lebt, für den sie sich aufopfert und dessen Zukunft sie plant. Allerdings soll ihr Glück nicht von langer Dauer sein...
Schon nach wenigen Tagen möchte die leibliche Mutter ihr Kind zurückhaben. Der Kampf um das Glück beginnt.

Der Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann schrieb mit den Ratten eine Geschichte aus dem Leben der kleinen Leute. Eine Geschichte, die ebenso grausam wie anrührend ist. Hauptmanns Stück schildert nicht nur zutiefst menschlich das Wunder der Mutterschaft, sondern ist gleichzeitig ein starkes Gesellschaftsdrama. Die Bewohner der Mietskaserne sind Menschen, die niemanden wirklich interessieren, deren Beziehungen und deren Leben dem moralischen, sozialen und wirtschaftlichen Verfall unterliegen. Aus diesem Sud, in dem die Überreste des früheren Lebens dahinfaulen, lässt sich hundertprozentiger Extremismus destillieren, der am Ende alle wie ein Sturm hinwegfegt.